FAZ Artikel und Kommentar zum Konzept Bürgerdividende
“Anwohner sollen an Stromtrasse verdienen”.
Es ist naiv, wie Autor Andreas Mihm die Investitionsmöglichkeit mit “Einfach gut” beurteilt. Mihm kontextualisiert in seinem Artikel nicht, sondern redet den Ministern Rösler & Altmeier Wort.
Auf die Idee, dass es diesen darum gehen könnte, den Bürger zu kaufen, kommt er nicht. Dabei liegt dies nahe: Sie bieten allen innerhalb eines 5km-Korridors zu einer Stromtrasse lebenden Bürgern die Möglichkeit einer festverzinslichen Anlage. Nimmt der überwiegende Teil das Angebot an, ist ein Protest durch diese gleichsam abgekauft. Wer protestiert schon auf Kosten seines Profits?
Über die Laufzeit der Anleihe verliert der Autor kein Wort oder darüber, wie die garantierte Rendite erwirtschaftet werden soll. Die Frage, nach dem Warum stellt er ebenso wenig. Warum eine Rendite von 5%, wenn der Bund kann sich aktuell zu Null % refinanzieren kann? Aktuell werfen zehnjährige Bundesanleihen 1,6% Zinsen ab. Woher die restliche 3.4% des Renditeversprechens kommen sollen, die ja von jemandem bezahlt werden müssen, bleibt offen.
Da sämtliche Kosten, die im Zuge der Energiewende auftraten, mit Umlagen auf den Strompreis beantwortet wurden, spricht alles dafür, dass der Endkunde als Finanzierer einspringt. Er ist das schwächste Glied in der Wertschöpfungskette. Während er zahlen muss, verdienen Dach- und Landbesitzer in Stromtrassennähe doppelt: 20 Jahre garantierte EEG-Vergütung, finanziert durch den Stromverbraucher.
“Anwohner sollen an Stromtrasse verdienen”.
Es ist naiv, wie Autor Andreas Mihm die Investitionsmöglichkeit mit “Einfach gut” beurteilt. Mihm kontextualisiert in seinem Artikel nicht, sondern redet den Ministern Rösler & Altmeier Wort.
Auf die Idee, dass es diesen darum gehen könnte, den Bürger zu kaufen, kommt er nicht. Dabei liegt dies nahe: Sie bieten allen innerhalb eines 5km-Korridors zu einer Stromtrasse lebenden Bürgern die Möglichkeit einer festverzinslichen Anlage. Nimmt der überwiegende Teil das Angebot an, ist ein Protest durch diese gleichsam abgekauft. Wer protestiert schon auf Kosten seines Profits?
Über die Laufzeit der Anleihe verliert der Autor kein Wort oder darüber, wie die garantierte Rendite erwirtschaftet werden soll. Die Frage, nach dem Warum stellt er ebenso wenig. Warum eine Rendite von 5%, wenn der Bund kann sich aktuell zu Null % refinanzieren kann? Aktuell werfen zehnjährige Bundesanleihen 1,6% Zinsen ab. Woher die restliche 3.4% des Renditeversprechens kommen sollen, die ja von jemandem bezahlt werden müssen, bleibt offen.
Da sämtliche Kosten, die im Zuge der Energiewende auftraten, mit Umlagen auf den Strompreis beantwortet wurden, spricht alles dafür, dass der Endkunde als Finanzierer einspringt. Er ist das schwächste Glied in der Wertschöpfungskette. Während er zahlen muss, verdienen Dach- und Landbesitzer in Stromtrassennähe doppelt: 20 Jahre garantierte EEG-Vergütung, finanziert durch den Stromverbraucher.
Zinsen einzustreichen
ist eine Seite der Medaille. Was ist mit möglichen Verlusten?
Da gibt der Blick in eine Beteiligung Auskunft, die seit Juni 2013 angeboten wird.
Bei der TenneT TSO GmbH, Westküstentrasse erwirbt der Anleger keine direkte
Beteiligung an der Stromtrasse, sondern an der "TennetT Holding B.V. -
Nachrangige Bürgeranleihe Westküstenleitung". Diese Gesellschaft mit
beschränkter Haftung hat ihren Sitz in Arnhem, mit Rechtsstand in den
Niederlanden. Im Gegensatz zu Bürgerwindparks ist dies also eine normale
Kaptitalanlage an einer Firma, mit allen bekannten Chancen aber auch Verlustrisiken!
Dass der Autor dieses Investment - geschickt getarnt hinter der attraktiven Marketingfloskel "Bürgerdividende" - als "Einfach gut" beurteilt, ist fahrlässig.
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